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Die
Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates des Hundes stellen seit
Jahrzehnten ein erhebliches veterinärmedizinisches Problem dar. In den
westlichen Ländern sind nach den Statistiken der kynologischen Verbände
70 –
80% der gesamten Hundepopulationen betroffen. In nahezu allen Rassen liegen bei
mehr als der Hälfte der Hunde insbesondere an Acetabulum und Femur – der Hüftgelenkspfanne
und dem Oberschenkelkopf – pathologische Veränderungen vor, die als Hüftgelenksdysplasie
(HD) oder Canine Hip Dysplasia (CHD) bezeichnet werden.
Ätiologisch
bzw. ursächlich wurde bei der Hüftgelenksdysplasie des Hundes bislang
allgemein eine polygene Vererbung angenommen. Der Begriff kommt aus der Nutz-
und Schlachttierzucht und besagt, dass neben den Erbfaktoren auch Einflüsse aus
der Umwelt, – insbesondere die Ernährung – bei der Ausprägung eines
Merkmals eine Rolle spielen. Das Verhältnis wird durch den Heritabilitäts-
bzw. Erblichkeitsgrad ausgedrückt. Bei der HD des Hundes nahm man prozentuale
Werte von bis zu 60% an, oder bezogen auf 1, von 0,2-0,6.
In
Deutschland, Frankreich, Großbritanien und den Vereinigten Staaten wurden durch
die Hundezuchtverbände Röntgensysteme geschaffen, um die Hüftgelenksdysplasie
zu erfassen und zu bekämpfen. Aber nur in Deutschland und einigen anderen
kleinen europäischen Ländern sollte die HD mittels Selektion und Ausschluss
der erkrankten Hunde aus der Zucht aus den Populationen der einzelnen Rassen
eliminiert werden. Diese genetischen Maßnahmen erwiesen sich jedoch über drei
Jahrzehnte als erfolglos. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) in
Deutschland erzielte mit seinen Bemühungen keinerlei Erfolge gegenüber der
Société Centrale Canine (SCC) in Frankreich. dem Kennel Club (KC) in England
oder dem American Kennel Club (AKC) in den USA.
Die
Hüftgelenksdysplasie liegt in allen westlichen Ländern wie eh und je bei 60
– 65% aller Hunde. Hinzu kommen noch andere pathologische Veränderungen,
sodass sich eine Gesamtmorbidität- bzw. Gesamterkrankungsrate des Skeletts von
70 – 80% ergibt. In den meisten Fällen besteht die HD neben anderen
Skeletterkrankungen.
Die
Tierärzte in den westlichen Ländern forderten zwar ohne Nennung diesbezüglicher
Einzelheiten eine »ausgewogene Ernährung« des Hundes und überließen es der
Industrie für Tiernahrung, den Hund mit »optimierten Vollnahrungen« zu ernähren.
Derzeit werden 80 – 90% der gesamten Hunde ganz oder teilweise mit
industriellem Fertigfutter ernährt, das somit zum Maßstab einer gesunden
Hundeernährung wurde. Mit diesen neuen Fütterungsmethoden konnte aber auch
keine signifikante Verbesserung in der Morbidität der Hüftgelenksdysplasie
erzielt werden. Es bestehen vielmehr darüberhinaus mit einer sehr hohen
Gesamterkrankungsrate zahlreiche ernährungsbedingte Erkrankungen verschiedener
Organsysteme.
Nach
Marc Torel und Klaus Dieter Kammerer – einem Tierarzt und einem Pharmamanager
mit medizinischer Ausbildung – können mit züchterischen Maßnahmen und der
derzeitigen industriellen Hundenahrung grundsätzlich keine Verbesserungen in
der Erkrankungsrate der Hüftgelenksdysplasie erzielt werden, weil die HD nicht
erblich ist und das heutige Hundefutter die HD nicht verhindert, sondern überhaupt
erst verursacht. Nach Auffassung dieser Autoren wird die Hüftgelenksdysplasie
des Hundes – abgesehen von Infektionen und Traumen - allein durch ernährungsbedingte
Stoffwechsel-erkrankungen und damit durch Fehlernährung verursacht.
Ein
Artikel der TU erregte weltweites Aufsehen
Im
Jahre 1996 veröffentlichte die angesehene »Tierärztliche Umschau« (TU) das
Fortsetzungsreferat »Aktuelle Notizen über die Hüftgelenksdysplasie beim Hund«
von Marc Torel und Klaus Dieter Kammerer. Darin referierten und analysierten die
Autoren die gesamte Entwicklung der Hüftgelenksdysplasie. Sie legten dar, dass
die Erblichkeit der Hüftgelenksdysplasie niemals schlüssig nachgewiesen worden
war und objektiv nicht gegeben ist, sodass deshalb die Zuchtprogramme über
nunmehr drei Jahrzehnte ohne Erfolg bleiben mussten.
(Tierärztliche Umschau, Jahrg. 51, S. 455 ff., 1996)
Nach
Auffassung von Torel/Kammerer spricht vielmehr alles dafür, dass bei der HD
eine alimentär/hormonelle Ätiologie und Pathogenese infolge Fehlernährung und
erhöhter Produktion von Somatotropin, Trijodthyronin (T3),
Thyroxin (T4), des Parathormons und des insulinähnlichen
Wachstumsfaktors IGF-I im Organismus des Hundes vorliegt. Die Autoren zogen
weiterhin Schlussfolgerungen für die Ernährung und Haltung des Hundes und
gaben Hinweise zur Prophylaxe seiner Skeletterkrankungen.
Damit
brachten sie zum Ausdruck, dass die HD eine nahrungs- und hormonell bedingte
Ursache und Krankheitsentstehung hat. Die Fehlernährung verursacht eine erhöhte
Produktion des Wachstumshormons, der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und
Thyroxin, des Parathormons und des insulin-ähnlichen Wachstumsfaktors im
Organismus des Hundes. Die Autoren beschrieben eingehend die Einzelheiten der
Fehlernährung und die nachteiligen Folgen für das Skelett.
Die
Publikation fand in der Tierärzteschaft ein großes Interesse und eine
weltweite Resonanz. Aus ganz Europa, aus den USA und selbst aus Südafrika und
Australien gingen bei den Autoren und der Schriftleitung der TU durchweg sehr
positive und zustimmende Zuschriften ein.
Der Dreißigjährige Krieg mit heftigen Kämpfen
Diese
aufsehenerregenden »Aktuellen Notizen« bildeten die Grundlage für das im
Jahre 1997 erschienene Kompendium »Der Dreißigjährige Krieg 1966-1996«. Das
von den Autoren Torel/Kammerer mit einer gewissen Selbstironie als »Kampf- und
Streitschrift« bezeichnete Buch lieferte weitere Daten, Fakten und Hintergründe
zum Thema Hüftgelenksdysplasie, insbesondere in der bereits im März 1999
erschienenen ergänzten und überarbeiteten 2. Auflage.
(ISBN 3-9807236-1-5)
Der
Titel lehnte sich an den Glaubenskrieg von 1618-1648 in Mitteleuropa an, da nach
der mit ironischen Spitzen versehenen Darstellung der Autoren die gegen die Hüftgelenksdysplasie
gerichteten Bekämpfungsmaßnahmen in den Vereinen und Verbänden infolge der
bestehenden dogmatischen Auffassungen nicht nur geradezu kriegerisch, sondern
letztlich im Ergebnis auch sinnlos waren.
Durch
seinen Furor teutonicus – sein teutonisches Ungestüm – machte das
Kompendium Furore. Die Autoren Torel/Kammerer verstanden sich nicht nur auf
Wortgefechte und fochten eine scharfe Klinge, sondern fuhren auch schwere Geschütze
auf. Die Kampfhandlungen mit Angriff und Gegenangriff zwischen ihnen und den
Betroffenen aus Industrie und Veterinärmedizin beschäftigen derzeit noch die
Justiz und verschiedene Behörden. Die Bundestierärztekammer, der Verband für
das Deutsche Hundewesen und die Firma Waltham/Effem boykottierten nach
Kartellabsprachen das Buch und unterdrückten die Berichterstattung darüber in
der Tierärzteschaft, in den Vereinen und in den Medien.
Als
diese Maßnahmen die Verbreitung des Kompendiums durch Mund-zu-Mund-Propaganda
nicht verhindern konnten, wurde der VDH von der BTK und Waltham/ Effem
vorgeschoben, um vor dem Landgericht Dortmund ein Verbot des Buches zu erwirken.
Als selbst eine bei der parteiischen und beeinflussten 7. Zivilkammer am
23.09.1999 erlangte einstweilige Verfügung den Vertrieb des Buches nicht zu
stoppen vermochte, intrigierte der VDH beim Börsenverein des Deutschen
Buchhandels in Frankfurt und erreichte am 10.02.2000 eine Löschung des Titels
im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB-Verzeichnis), womit »Der Dreißig-jährige
Krieg« faktisch auf den Index verbotener Bücher gesetzt wurde, denn er war über
den Buchhandel nicht mehr oder nur mit erheblichem Aufwand zu erhalten. Die
ersten gerichtlichen Maßnahmen gegen den Börsenverein vor dem Landgericht
Frankfurt scheiterten zunächst, da hinter den Kulissen zwischen den Richtern
die Fäden gezogen und Absprachen zu Gunsten des VDH und seiner Auftraggeber
getroffen worden waren. Nach weiteren gerichtlichen Maßnahmen wird aber das
Buch wieder im VLB-Verzeichnis geführt und kann über den Buchhandel bezogen
werden.
Mit
einer vorgefassten Entscheidung, die mit der geltenden Rechtsordnung unvereinbar
ist und jeder rechtlichen Grundlage entbehrt sowie unter grober Verletzung des
Zivilprozessrechts, entsprach nunmehr am 16.03.2000 die 7. Zivilkammer des
Landgerichts Dortmund im Verfahren der Hauptsache den Anträgen des VDH und
verbot einzelne Passagen des Buches mit Wertungen über die Handlungsweise des
Verbandes und seiner Leute, womit auch gleichzeitig das Grundrecht der
Pressefreiheit eingeschränkt wurde. Die Tatsachenbehauptungen, insbesondere die
wissenschaftlichen Aussagen, blieben jedoch unberührt.
Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin
Nach
einem weiteren Jahr brachte nunmehr Klaus Dieter Kammerer im Monat September
2000 seine neue Publikation mit dem Titel
»Der
Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin«
und dem
Untertitel
»Die
Hüftgelenksdysplasie infolge Fehlernährung
als nicht erbliche Skeletterkrankung des Hundes«
heraus.
Die Startauflage war innerhalb eines Jahres vergriffen.
(ISBN –9807236-0-7)
Bereits
im Monat September 2002 erschien die aktualisierte und neu redigierte 2.
Auflage.
In
dem neuen Fachbuch stellte der Autor Kammerer in moderater Form und mit um
zahlreiche neue Informationen erweitertem Inhalt die gesamte Entwicklung der Ernährung
des Hundes im vergangenen Jahrtausend bis zum Jahresende 1999 und seine ernährungsbedingten
Skeletterkrankungen dar.
Seit
der ersten Publikation im Jahr 1996 in der »Tierärztlichen Umschau« trat eine
geradezu dramatische Veränderung des Konsum- und Verbraucherverhaltens der
Hundebesitzer und der Marktsituation mit dem Verlust von Marktanteilen für die
führenden Hersteller ein. Bei der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für
Wirtschafts- und Medizinkriminalität in Mannheim laufen derzeit Verfahren gegen
das aus BTK, VDH und Waltham/Effem/Masterfooods bestehende Trio infernale wegen
des Verdachts des Betrugs, des unlauteren Wettbwerbs und der Korruption mit
aktiver und passiver Bestechung an. Ebenfalls wird die computergestützte
Zuchtwertschätzung des Dr. Beuing am Institut für Tierzucht und
Haustiergenetik der Universität Gießen als profitable Scharlatanerie
Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen sein.
Das
Trio infernale muss zwangsläufig die Autoren Torel/Kammerer boykottieren und
diffamieren sowie völlig unglaubwürdig machen, denn wenn deren Behauptungen
zutreffen würden, wären die Spitzen der Kynologie, der Tierärzteschaft und
der Industrie für Tiernahrung wegen ihrer sich über über Jahrzehnte
erstreckenden Stümperei und Scharlatanerie in beispielloser Weise blamiert und
kompromittiert. Die Kompendien »Der Dreißigjährige Krieg« und »Der
Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin« wurden somit zu einem ausgesprochenen
Politikum.
Die
Abhandlung der übrigen von Kammerer bezeichneten ernährungsbedingten
Erkrankungen des Hundes wird in der anschließend noch im Jahre 2002
erscheinenden Fortsetzung unter dem Titel
»Ernährung
und Fehlernährung des Hundes«
erfolgen,
in dem auch eingehend über die für die langfristige Gesunderhaltung des
Organismus des Hundes essentiellen bzw. lebensnotwendigen bioaktiven Substanzen
und sekundären Nahrungsstoffe berichtet wird. (ISBN 3-9807236-2-3)
Der
Autor fügte Stein um Stein zu einem eindrucksvollen Mosaik in bunten Farben und
stellt ein letztlich eher düsteres Szenario dar:
Die
12 Thesen von Klaus Dieter Kammerer:
1.
Wie in allen westlichen Ländern leiden auch 80-85% der etwa 5,5 Millionen Hunde
in der Bundesrepublik mehr oder weniger chronisch und subchronisch an Adipositas,
Leberparenchymschäden, Stoffwechselerkrankungen, gastrointestinalen
Störungen mit Pankreasinsuffizienz, Herz-Kreislauferkrankungen mit Gefäßsklerose,
Schwächung des Immunsystems mit gehäuftem Auftreten von Allergien, Infektionen
und Karzinomen sowie verschiedenen Erkrankungen des Skelett-und
Bewegungsapparates mit Dysplasien aller Gelenke, besonders jedoch der Hüftgelenke.
Die Lebenserwartung des Hundes ist ganz erheblich reduziert, wobei der Krebs
inzwischen die Statistik der Todesursachen anführt.
2. Ebenfalls 80-85% der Hunde werden ganz oder teilweise mit
industriellem Fertigfutter ernährt, das neben Qualitätsmängeln der
verwendeten Rohstoffe in der Regel methodische Fehler in der Zusammensetzung und
im Herstellungsprozess aufweist. Die Morbidität der vorstehend bezeichneten
Erkrankungen korrelierte in den letzten 30 Jahren zweifelsfrei mit den Umsätzen
der Industrie für Tiernahrung. Insbesondere die Skeletterkrankungen mit der Hüftgelenksdysplasie
stehen in direktem Zusammenhang mit der jahrzehntelangen Fehlernährung des
Hundes und sind ihre direkte Folge.
3.
Das Prinzip für die Herstellung moderner Hundenahrung wurde aus der
Massenproduktion von Nutz- und Schlachttieren übernommen, besonders der Kälber-
und Schweinemast. Kälbern und Ferkeln wird eine auf schnelles Wachstum und
Gewichtszunahme berechnete Mischung aus den primären Nahrungsstoffen
Kohlenhydrate,
Proteine, Fette,
Mineralstoffe und Vitamine
in
den Trog gerührt. Für den Handel werden anstelle der 25 bzw. 50 kg Säcke des
Kälber- und Schweinefutters für den Hund Kleinpackungen und Dosen mit bis zu
80 % Wassergehalt als Hundefutter konfektioniert und angeboten. Dieses Futter
unterscheidet sich nur durch hundespezifische, synthetische Aroma-, Geschmacks-
und Lockstoffe sowie durch die aufwendige Verpackung vom Futter für
Schlachttiere. Allenfalls besteht noch ein Unterschied darin, dass sich im
Futter für die Hunde zur Täuschung der Verbraucher teilweise bis in die
Faserstrukturen zu Fleisch und »fleischigen Brocken« imitiertes Soja befindet.
Die gentechnische Veränderung von Soja führt zu Lipidablagungen in den Organen
und der Gehalt an Phyto-Östrogenen zu pathologischen Veränderungen am Skelett:
»Frankenstein-Food«
Somit
wurde nicht nur der angebliche Erbmodus bei der HD des Hundes aus der Nutz- und
Schlachttierzucht übernommen, sondern auch seine Ernährung.
4. Durch die starke Erhitzung der Rohstoffe in
Hochdruckwasserdampf bis zu 250 °C und die anschließende Heißlufttrocknung
werden die Kohlenhydrate zwar aufgeschlossen, die Proteine und Fette aber
denaturiert sowie alle natürlichen Vitamine zerstört. Ebenfalls zerstört oder
verändert werden die für eine langfristige Gesunderhaltung des tierischen
Organismus lebensnotwendigen sekundären Nahrungsstoffe und bioaktiven
Substanzen. Deshalb wird dem Futter anschließend eine standardisierte
Mineralstoff- und Vitaminvormischung zugesetzt, die in der Regel zu hoch dosiert
ist. Die Phyto-Östrogene aber bleiben weitgehend erhalten und greifen mit der
gleichen Wirkung im Organismus wie die endogen gebildeten Sexualhormone auch in
den Knochenstoffwechsel ein, während die Lipidablagerungen zu einer Sklerose
der Blutgefäße und damit zu Hypertonie und Herz- und Kreislauferkrankungen führen.
Aufgrund dieser Fütterungsmethoden entstehen beim Hund insbesondere Überernährung,
die Osteodystrophia fibrosa, die Osteochondrose (OCD), hormonelle Dysfunktionen
sowie Vitamin A und D3- Hypervitaminosen und in deren
Gefolge pathologische Skelettveränderungen mit Hüftgelenksdysplasie. Allein
durch eine Überdosierung mit den Vitaminen D3 und K3
in der Nahrung und mit vitaminisierten Mineralstoffpräparaten kann die
Legg-Calvé-Perthes- Erkrankung mit einer aseptischen Femurkopfnekrose und pilz-
und walzenförmigen Auftreibungen entstehen und damit HD. Das meist mit einem
Appetizer versetzte Fertigfutter führt über eine verstärkte Nahrungsaufnahme
zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Adipositas und langfristig zu
chronischen Erkrankungen verschiedener Organsysteme, insbesondere von Herz- und
Kreislauf. Die im Labor konzipierte moderne Nutztierernährung wurde ursächlich
für die Hüftgelenksdysplasie des Hundes. Während Kälber und Schweine nach
Erreichen eines Levels an Größe und Gewicht innerhalb von Monaten mit ihrem
pathologisch veränderten Skelett geschlachtet werden, muss der Hund sich sein
Leben lang auf seinen kaputten Knochen fortbewegen.
5.
Die Vererbung der Hüftgelenksdysplasie des Hundes und seiner übrigen
Skeletterkrankungen wurde niemals nachgewiesen. Die ersten nach der Ätiologie
der HD suchenden Veterinärmediziner stellten verschiedene Hypothesen auf, von
denen schließlich die polygene Vererbung den Vorzug erhielt, weil sich mit ihr
scheinbar alles erklären ließ. Spätere Autoren übernahmen unreflektiert und
ohne kritische Überprüfung diese Vermutungen und schrieben nur ab. Andere
schrieben für Geld Gefälligkeitsarbeiten. Es entbehrt nicht einer gewissen
Pikanterie, dass Professor Helmut Meyer als Ernährungswissenschaftler,
Oberassistent und Direktor in spe des Instituts für Tierernährung an der Tierärztlichen
Hochschule Hannover im Jahre 1968 über die Vererbung der HD publizierte, obwohl
es sich nicht um sein Fachgebiet handelte und er von der Genetik des Hundes
nichts verstand, dafür aber bereits sehr gute geschäftliche und finanziell
einträgliche Verbindungen zu Waltham/Effem unterhielt. Letztlich entstand ein
ausgesprochenes Dogma über die polygene (polyfaktorielle, multifaktorielle)
Erblichkeit der Hüftgelenksdysplasie.
6.
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie des Geschicks, dass es sich bei der HD
tatsächlich um eine multifaktorielle Erkrankung handelt. Als Ursachen kommen nämlich
verschiedene ernährungsbedingte Grunderkrankungen in Betracht:
a)
Vitamin A+D3+K3
-Hypervitaminosen (toxische Überdosierung),
b) Rachitis (Knochenerweichung durch Ca- und Vitamin D3-Mangel),
c) Morbus Moeller-Barlow (Skorbut durch Vitamin C-Mangel),
d) Legg-Calvé-Perthes-Erkrankung (Femurkopfnekrose),
e) Genu valgum (X-Bein),
f) hormonelle Dysfunktionen (Schilddrüsenstörung u. a.),
g) Osteochondrose-Syndrom (degenerative Knorpelerkrankung),
h) Osteodystrophia fibrosa (Knochendystrophie),
i) Adipositas (Fettsucht durch Überernährung),
k) Überlastung bei der Bewegung.
Die
diesen Grunderkrankungen zu Grunde liegenden Stoffwechselentgleisungen mit
alimentär/hormonellen Dys-Funktionen führen mithin zu Dys-Plasien am gesamten
Skelett des Hundes und reichen von ganz leichten und vielfach klinisch unerkannt
bleibenden Verlaufsformen bis zu schweren Deformationen. Da am Hüftgelenk die
dynamischen und statischen Kräfte der Bewegung am stärksten sind, kommt es
hier zuerst zu Verformungen bzw. Dysplasien. Eine Dysplasie kann aber auch an
allen anderen Gelenken auftreten und man würde sie in mehr oder weniger
schwerer Form bei allen Hunden mit HD finden, wenn man nicht nur die Hüftgelenke
röntgen würde. Bei einem großen Teil der Fälle von Hüftgelenksdysplasie
liegt auch gleichzeitig eine Dysplasie des Schulter-, Ellenbogen und Kniegelenks
vor.
7.
Bei der Ätiologie und Pathogenese der Hüftgelenksdysplasie hat deshalb nur der
Begriff der Faktorenkrankheit Bestand, allerdings ohne den Faktor Gene.
Allenfalls könnte sich das von der Veterinärmedizin bisher völlig unbeachtete
Vitamin K3 (Menadion) als ein langgesuchtes »Gen«
erweisen. Demnach ist die Hüftgelenksdysplasie als Komplikation einer
Stoffwechselerkrankung im Welpen- und Junghundalter und als Symptom einer
generalisierten, alimentär/hormonellen Erkrankung des Skeletts anzusehen und
keineswegs als erblich bedingte isolierte Anomalie von Acetabulum und Femur.
8. Die multinationalen Konzerne Nestlé (Bonzo, Friskies, Matzinger), Colgate-Palmolive
(Hill’s Science Diet), Procter & Gamble (Iams, Eukanuba), Heinz (Recipe)) und insbesondere Mars mit den
Tochtergesellschaften Waltham, Effem und Masterfoods (Schappi, Pedigree)
beherrschen den Multi-Milliarden-Dollar Weltmarkt für industrielles Hunde- und
Katzenfutter und darin 90% des europäischen Marktes . Nach der Übernahme von
Ralston Purina durch Nestlé und von Royal Canin durch Mars verfügen diese
beiden Unternehmen zusammen über einen Anteil am globalen Markt für Petfood
von über 50%. In Europa firmierte Mars/Waltham/Effem in Masterfoods um und ist
in Deutschland Marktführer mit einem Marktanteil von allerdings nur noch 60%
gegenüber dem früheren Anteil von 70 – 75% bei einem Markt von 2 Milliarden
Euro. Hin- ter den meisten der vielen kleinen Hersteller stecken zudem diese großen
Unternehmen.
9.
Diese Firmen verfügen auch über nahezu unbegrenzte Mittel für die Werbung. In
den westlichen Ländern stehen jährlich um- und zusammengerechnet über 5
Milliarden Euro = 5.000 Millionen in den Werbeetats für die Hundefutterwerbung
zur Verfügung. Allein in der Bundesrepublik setzt der Mars-Konzern mit Waltham/Effem/Masterfoods nahezu ¼ Milliarde = 250 Millionen Euro jährlich zur
Pflege der öffentlichen und nicht öffentlichen Landschaft ein. Die Gelder
werden zunächst für Plakat- und Anzeigenwerbung, für Fernsehspots sowie für
die bezahlten Public Relations Artikel in Zeitungen und Zeitschriften
eingesetzt. Die kynologische Yellow Press ist vollkommen in der Hand der
Petfood-Industrie und kann und darf nur das veröffentlichen, was im Interesse
ihrer Auftraggeber liegt. Kynologische Vereine und Verbände mit ihren Funktionären
genießen erhebliche finanzielle Zuwendungen. Der VDH und seine
Vorstandsmitglieder sind jährlich Nutznießer in Millionenhöhe und damit völlig
abhängig und korrupt geworden. Während alle diese Gelder gezahlt werden, um
Personen und Stimmen zu kaufen, fließen Schweigegelder an die Parteien, an
Institutionen und an die Justiz.
10.
Aber auch die Tierärzteschaft ist inzwischen fest an diese multinationalen
Konzerne gebunden. Dem gegenseitigen Filz verdanken zahlreiche Tierärzte Arbeit
und Brot. Von den 10.000 praktizierenden Tierärzten in der Bundesrepublik sind
ohnehin ca. 20 – 25% arbeitslos und weitere 20 – 25% müssten ihre Praxen
schließen, wenn ihnen nicht durchschnittlich 20.000-25.000 Euro jährlich aus
dem Verkauf von Diätfutter und dem Röntgensystem des Verbandes für das
Deutsche Hundewesen zur Deckung der Praxisunkosten (Miete, Personal) zur Verfügung
stehen würden. Erhebliche Mittel in bar und Naturalien gehen an Studenten der
Veterinärmedizin, an med.-technisches Hilfspersonal und an die Tierärzte
selbst. Die meinungsbildenden Tierärzte bzw. Ernährungswissenschaftler an den
Instituten für Tierernährung sind fast alle geschmiert und reisen auf Kosten
der einzelnen Firmen um die ganze Welt. Sie empfehlen mithin aus Eigennutz diese
Produkte und erzählen den Hundehaltern nur von den Vorteilen des industriellen
Hundefutters, während sie zu den Nachteilen schweigen. Die praktizierenden Tierärzte
und ihre Assistentinnen fahren dagegen als Belohnung für den Verkauf der
Produkte im Leihsportwagen über das Wochenende nach Paris oder sonstwo hin und
erhalten andere Zuwendungen. Da die gesamten Werbeetats über die Umsätze und
damit über die Verkaufspreise der einzelnen Marken finanziert werden, bezahlen
die Verbraucher und Hundehalter die Gehirnwäsche, der sie fortwährend
unterzogen werden, noch aus der eigenen Tasche und bedenken dabei nicht,dass die
keineswegs so optimierten Produkte auch noch wesentlich überteuert sind. In den
anderen Ländern liegen gleiche oder ähnliche Verhältnisse vor.
11.
Die vorstehend aufgeführten Unternehmen – insbesondere jedoch Mars/Waltham/Effem/Masterfoods – initiierten das Dogma von der Erblichkeit der
Skeletterkrankungen des Hundes zur Kaschierung der methodischen Fehler der
industriellen Tiernahrung und hielten es über drei Jahrzehnte aufrecht. Fast
alle maßgeblichen Veterinäre, die sich in den Deutschland, England und den USA
mit der HD befassen oder befasst haben, erhielten irgendwann Zuwendungen von
Waltham/Effem, Rals-ton Purina, Hill’s oder den anderen. Das Kalkül und die
Marketingstrategien benötigen nicht den gesunden, sondern den kranken Hund. Die
Erkrankungen der verschiedenen Organsysteme infolge der Fehlernährung gaben den
Anstoß zur Innovation des Marktes mit den zahlreichen Diät-Produkten, die über
den Tierarzt vertrieben werden und dem von den Herstellern nicht nur die
jeweiligen Marken frei Haus geliefert werden, sondern auch die für ihren
Einsatz erforderlichen kranken Hunde. Industrie und Tierärzteschaft unterhalten
in den westlichen Ländern in einem durch und durch korrupten System eine weiße
Kragen- und Kittel-Kriminalität mit dem größten Betrug in der Geschichte der
Veterinärmedizin, einer ausgesprochenen Chronique scandaleuse.
12. Die Fehlernährung des Hundes und das Dogma über die
Erblichkeit seiner Hüftgelenksdysplasie stellen zunächst einen doppelten
Irrtum und in Anbetracht des von der Industrie für Tiernahrung und den
besonders in Deutschland, England und den USA in ihren Diensten stehenden
Professoren und Professorinnen an den veterinärmedizinischen Fakultäten der
Universitäten bei der Gesundheit des Hundes geschaffenen und über vier
Jahrzehnte unterhaltenen Desasters den Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin
dar: Millionen Hunde in aller Welt wurden nämlich in diesem Zeitraum krank- und
zu Tode gefüttert. Durch eine Reform der Hundeernährung mit einer Verbesserung
der Qualität und Beseitigung der methodischen Fehler bei der Herstellung ließe
sich in wenigen Jahren die Morbidität bzw. Erkrankungsrate der zahlreichen ernährungsbedingten
Erkrankungen des Hundes signifikant senken und die Lebenserwartung des Hundes
erhöhen. Insbesondere könnten die Skeletterkrankungen mit der Hüftgelenksdysplasie
zumindest erheblich reduziert werden.
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